10 goldene Regeln für den Umgang mit dem Hund
 

1. Einen Hund immer so behandeln, wie man selbst behandelt werden will.

 Also,nicht einfach forsch an das Tier herantreten, nicht an den Ohrenziehen, an der Nase herummachen, nicht treten  oder quälen, nichtanschreien oder knuddeln. Ein Hund kann nicht sagen: Jetzt reichts. Erkann sich nur mit den Zähnen wehren. Weil Hunde besser riechen undbesser hören als wir Menschen, sind sie an Nase  und Ohrenüberempfindlich.

 2. Ein Hund kann noch so niedlich aussehen, nie einfach (ohne zu fragen) hingehen.

 VieleHunde mögen Kinder, aber viele Hunde wurden auch schon von Kinderngeärgert oder gequält. Deshalb sollten Kids nicht einfach auf fremdeHunde zugehen. Hat  er schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht, wirder bei diesem Kind vorsichtig sein. ER kann ja nicht wissen, dassdieses Kind ihn nur streicheln möchte. Möglich,dass er mit Bellen oderKnurren reagiert,  möglich,dass er aus Angst zuschnappt. Wichtig istauch, dass ein Hund, wenn er liegt, nicht gestört wird. Dann nämlichwill er meist in Ruhe gelassen werden.

 3. Alles vermeiden, was ein Hund als Bedrohung auffassen könnte.

 Feststeht: Der Hund betrachtet den Menschen als eine Art Superhund. JederHund ist glücklich, wenn er in einer bestimmten Rangordnung leben darfund seinen bestimmten Platz hat. Die Besseren und Stärkeren sind überihm, die Schwächeren und Schlechteren müssen ihm gehorchen. Bedrohenwir grundlos einen Hund, stellen wir diese Rangordnung in Frage. Unddie gilt es dann zu verteidigen. Entweder kneift er und wartet einegünstige Gelegenheit ab, um es dem  Menschenhund zu zeigen. Oder erkämpft. Also einen Hund niemals herausfordern und Drohgebärdenunterlassen.

  4. Einem Hund niemals direkt in die Augen starren.

 Begegnensich zwei fremde Hunde, versuchen sie sich zuerst über ihre Stellung inder Rangordnung zu einigen. Das Sich-in-die-Augen-schauen ist dabei einganz wichtiges Mittel. Die beiden Hunde starren sich so lange in dieAugen, bis einer wegschaut. Der andere ist zufrieden, er ist derStärkere. Kann sich einer nicht entschliessen, wegzuschauen, wirdgekämpft. Deshalb dem Hund nie direkt in die Augen schauen.

 5. Nicht am Schwanz zerren!

 DerSchwanz ist für ein Hund ein wichtiges Ausdruckmittel. Wird der Schwanzbeispielsweise zwischen die Beine geklemmt, ist Vorsicht angesagt. Sozeigt er nämlich, dass er Angst hat und zuschnappen könnte. Hält erseinen Schwanz steil in  die Höhe, bedeutet das: Achtung, bin böse.Hunde haben es überhaupt nicht gern, wenn man nach ihrem Schwanzgreift, daran zieht oder drauftritt. Er würde sein prachtvolles Endenotfalls mit den Zähnen  verteidigen.

 6. Hunde nie beim Fressen stören

 Fressenist für Hunde etwas sehr Wichtiges. Schon als Baby verteidigt er seinFutter. Etwas wegnehmen darf ihm nur sein Besitzer. Jede Störung beimFressen  betrachtet der Hund als Angriff auf sein Recht auf Futter, under wird seine Häppchen verteidigen. Finger weg vom Futternapf!

 7. Beim Spielen den Zähnen nicht zu nahe kommen

 HundeSpielen gerne, es gibt nichts Schöneres, als etwas zu jagen, zu fangenoder mit etwas zu raufen. Dabei kann es natürlich leicht passieren,dass das Tier im Eifer des Gefechts aus Versehen daneben beißt. Deshalbden Zähen  nie zu nahe kommen.

 8. Raufende Hunde nicht trennen.

 Einkämpfender Hund konzentriert sich nur auf seinen Gegner. Das heißt, erlässt sich nicht ablenken, er ist im Kampf blind, taub, gefühllos. Ermerkt auch nicht, wenn er in eine helfende Hand beißt. Zwei kämpfendeVierbeiner sollten nie von einer Einzelperson getrennt werden.

  9. Nie von einem Hund davonlaufen.

 JederHund hat einen Hetz- oder Jagdinstinkt. Wenn sich etwas schnell vonihm  entfernt, muss er hinterher. Deshalb nie vor einem Hunddavonlaufen.

10. Wenn ein Hund angreift - nicht bewegen.

 Diemeisten Hunde wollen gar nicht beissen, sondern nur festhalten. Willman den Arm wegziehen, reizt das den Hund nur noch mehr. Etwas, wassich nicht bewegt, ist jedoch für einen Hund uninteressant.

  11. Nie mit einem fremden Hund spielen.

 Hundesind für Kinder tolle Spielkameraden. Dennoch kann es schnell zuMissverständnissen kommen, etwa, wenn das Kind den Hund ärgert, am Fellzieht, an die Nase greift. Kinder sollten deshalb nie unbeaufsichtigtmit fremden Hunden spielen.

 12. Kein Hund ist wie der andere.

 JedenHund muss man neu kennen lernen, denn keiner gleicht dem andern. Dasbedeutet: Nicht gleich versuchen, einen fremden Hund zu streicheln. Mankann nie wissen, ob er nicht schon schlechte Erfahrungen mit Kindergemacht hat.
Hundesportverein Falkenberg-Uebigau e.V. [-cartcount]